Im 14. Jahrhundert entstand die erste Kapelle in Hochstadt, errichtet vom Zisterzienserkloster Langheim und die Kapelle wurde zu Ehren Mariens geweiht. Der Chorraum der heutigen Pfarrkirche ist noch deutlich als dieses ursprüngliche Gotteshaus zu erkennen. An der Stirnwand außen ist ein Sandsteinrelief angebracht, dass neben dem Wappen des damaligen Abtes Johannes III. das Marianische Patrozinium verherrlicht.
Nach der Umpfarrung von Isling nach Marktzeuln im Jahr 1820 gehörte Hochstadt bis zum Jahr 1918 zum Pfarrsprengel von "St. Michael" in Marktzeuln.
Anfang der zwanziger Jahre entstand der Plan für ein neues Gotteshaus, der den Anbau eines Langhauses und eines Turmes vorsah. Pfarrer Georg Geißler war der Erbauer der Kirche, die am 7. Mai 1922 von Erzbischof Jakobus von Hauck eingeweiht wurde. Architekt Chrysostomus Martin entwarf die Kirche in gotisierenden Formen.
Der Pfarrchronik ist zu entnehmen, dass Hochstadt dann zunächst eine Kuratiegemeinde war. Zur Pfarrei wurde Hochstadt am 1. Juli 1937 erhoben. Am 30. Dezember 1925 wurde die Gemeinde Obersdorf mit Anger, Reuth und Thelitz von der Pfarrei Isling ausgepfarrt und der Pfarrei Hochstadt angeschlossen. Die Orte Burgstall und Horb wurden am gleichen Tag von Altenkunstadt ausgepfarrt und nach Hochstadt gegeben.
Als kostbares sakrales Kunstwerk gilt das Altarblatt des Hochaltars, eine Nachbildung eines byzantinischen Gnadenbildes Sancta Maria Nive Candidior in Sancta Maria Maggiore in Rom. Die Bezeichnung "PAL 1612" bedeutet, dass die Nachbildung der damalige Abt von Langheim, Petrus II Schönfelder von einem Rombesuch mitgebracht hat. Auf den seitlichen Flügeln sind der heilige Benedikt und der heilige Bernhard dargestellt.
Am Gebälk ist ein Wappen des Abtes Johannes Nepomuk Pititus von Langheim zu sehen. Oben ist der heilige Petrus mit dem Schweißtuch der heiligen Veronika. Gekrönt ist der Hochaltar mit einer monstranz-artigen Glorie, die das Marienmonogramm trägt. Links ist der heilige Erzengel Michael mit Kelch und Schlange und rechts der heilige Bischof Nikolaus mit drei Äpfeln dargestellt. Das Geläute der Hochstadter Pfarrkirche wurde ein Opfer des zweiten Weltkrieges. Im Jahr 1950 beschaffte sich die Pfarrei drei neue Glocken. Die große Glocke mit 661 kg ist dem Herzen Jesu geweiht, die zweite Glocke mit 414 kg trägt die Inschrift "Geweiht zur Ehre Mariens, der Königin des Friedens". Die dritte Glocke, 232 kg, zeigt das Bild des heiligen Josef.
(Diese Informationen sind aus dem örtlichen Kirchenführer von Pfarrer Wolfgang Scherbel.)
(Informationen aus dem örtlichen Kirchenführer von Pfarrer Wolfgang Scherbel)